Breadcrump Menü

Sie sind hier: Startseite

Naturtextilien

Warum Naturtextilien?

Absatzbild mit Highslide Kleidung aus Naturfasern sind leider noch lange keine Naturtextilien. 100% Baumwolle besagt ziemlich wenig, da diese Pflanze in den riesigen Baumwollmonokulturen sehr anfällig für Schädlinge ist, werden Baumwollsträucher bis zur Ernte ca. 25x gespritzt...
Unbehandelte Naturfasern unterstützen unsere natürliche Hautfunktion. Sie nehmen flüssigen Schweiß ins Faserinnere auf und lassen dampfförmigen Schweiß hindurch. So wird verhindert, daß Feuchtigkeit auf der Haut bleibt.
Viele synthetische Fasern behindern dies und der Schweiß schlägt sich wieder in flüssiger Form auf der Haut nieder. Das Wohlbefinden ist stark beeinträchtigt wenn die Hautoberfläche mit mehr als 60 % Schweiß bedeckt sind. Die Kleidung klebt und es entsteht ein optimales Klima für Bakterien und Pilze. Durch den Stoffwechsel bildet sich der oft unangenehme Geruch. Reizreaktionen der Haut und auch Allergien können auftreten.

Tipps:

Kleidung die mit "fade out", "seperat waschen" etc. gekennzeichnet ist, lieber meiden, da Reizungen durch Farbstoffe häufig sind.

Am besten ist bei Unterwäsche, Socken, Nachtwäsche, also alles direkt auf der Haut getragene, ungefärbt. Dies ist vor allem für Babys und Kinder wichtig!

Billigangebote können mit gesundheitsschädlichen Azofarben gefärbt worden sein. Relativ sicher ist man hier, wenn die Ware in Deutschland hergestellt wurde.
Mit Pflanzenfarben gefärbte Textilien bestechen durch Ihre schönen Farben und bieten meist eine hohe Sicherheit gegen Allergien.

Unsere Kleidung sollte die Funktionen der Haut unterstützen und sie nicht behindern

Durch die richtige Wahl der Kleidung können Klimabedingungen optimal ausgeglichen werden.Bei hohen Außentemperaturen und wenig Luftbewegung ist Baumwolle und Leinen optimal, da Sie ein geringes Wärmerückhaltevermögen haben.
Bei niedrigen Temperaturen und starker Luftbewegung bieten Schafwolle und andere Tierhaare (Angora, Alpaka, Mohair) die besten Vorraussetzungen, Körperwärme durch Kleidung zurückzuhalten.

Wolle und Seide unterstützen die Hautfunktionen ganz besonders.

Baumwolle, Leinen und Hanf sind sehr robust und hauftfreundlich.

Umweltverträgliche Waschmittel verwenden (Baukastensysteme, Ökowaschmittel oder Waschnüsse)
Keine Weichspüler verwenden; Saugfähigkeit der Fasern verringert sich

Natürliche Wäschetrockung, wenn möglich an der Außenluft, Trockner weitgehend zur Schonung der Fasern vermeiden.

Die verschiedenen Naturfasern


Pflanzenfasern:

Baumwolle:
kann bis 20% Ihres Eigengewichtes an dampfförmiger Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich feucht anzufühlen. Sie saugt schnell Nässe auf und kann bis zu 65 % Ihres Eigengewichtes an Feuchtigkeit speichern, ohne zu tropfen. Längere Trockenzeit. Sehr hautfreundlich durch Ihre Weichheit und Feinheit. Sie lädt sich kaum elektrostatisch auf. Besonders zu empfehlen für Menschen mit empfindlicher Haut.

Leinen:
weniger glatt und weniger geschmeidig als Baumwolle, dafür weniger schmutzanfällig und es gibt keine Flusen. Sehr strapazierfähig und langlebig. Die Leinenfaser hat eine sehr geringe Elastizität und wir als "Edelknitter" bezeichnet. Leinen fühlt sich frisch und kühl an. Es ist sehr saugfähig und unterstützt den Körper im Sommer bei der Klimaregelung.

Hanf:
20 % reißfester als Leinen. Bei starker Wasseraufnahme wird Hanf sehr steif.

Ramie:
die Fasern besitzen einen dauerhaften Glanz, sind reißfest, glatt und fusseln nicht. Die Saugfähigkeit ist sehr gut. Ramie fühlt sich etwas härter an als Baumwolle.

Brennessel:
im Augenblick eine absolut neue und wahrscheinlich auch sehr erfolgreiche Pflanzenfaser im Bereich Naturbekleidung.

Tierische Fasern:

Seide:
sie wird als kühl und zugleich warmhaltend bezeichnet. Sie kann wie Wolle ein Drittel Ihres Gewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen ohne sich feucht anzufühlen. Sie saugt sehr schnell auf. Seide ist geschmeidig und knittert wenig.Bouuretteseide und Wildseide ist gröber und nicht so gleichmäßig wie Schappeseide und Haspelseide.

Schurwolle:
darf nur so heißen, wenn sie vom gesunden, lebenden Schaf geschoren wurde. Schurwolle ist besonders atmungsaktiv und temperaturausgleichend. Sie kann bis zu einem Drittel ihres eigenen Gewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen ohne sich feucht anzufühlen. Trotz der starken Feuchtigkeitsaufnahme ist die Oberfläche der Faser feuchtigkeitsabweisend (Schafwollüberhosen in Wickelsystemen). Je nach Wollqualität wird Schurwolle manchmal als kratzig empfunden, Merinowolle ist sehr fein und weich, wie auch Lammwolle.

Chemie contra Natur


Naturfarbstoffe - synthetische Farbstoffe oder farblos?
Dies läßt sich kaum vergleichen, da unterschiedliche Rohstoffe verwendet werden bzw. die Herstellung und der Färbevorgang voneinander abweichen.
Natürliche Farbstoffe werden aus Blüten, Wurzeln, Blättern, Rinden, Insekten oder Mineralien gewonnen. Die Farblösung wird entweder direkt oder nach vorheriger Beize in die Faser gezogen.
Synthetische Farbstoffe werden aus Erdöl und Kohle hergestellt und beim Färben werden eine Menge von Hilfsstoffen und Lösungsmitteln benötigt.

Toxikologisches:
Unter synthetischen Farbstoffen, sind es vor allem die Azofarbstoffe, die krebserregende Amine abspalten können. Nach Aussagen der chemischen Industrie werden diese Farbstoffe schon seit einigen Jahren nicht mehr verwendet. Über den Kleiderimport gelangen sie allerdings immer wieder auf den deutschen Markt. 75% der Kleidung in Deutschland stammt aus dem Ausland.

Die chemische Ausrüstung von Textilien
Hersteller von Naturbekleidung verzichten meist auf die chemische Ausrüstung von Textilien.

Antifilz-Ausrüstung (für Wolle)

Schafwolle ist ein Naturprodukt und verfilzt leicht. Durch das Aufbringen eines Kunstharzüberzuges wird dies verhindert und somit leichter zu pflegen.
Hier gibt es verschiedene Varianten:
Mit Chlor- und Sulfid-Lösungen
(schadet der Umwelt und enthält Dichlorpropanole.)
Epichchlorhydrin ist ebenfalls krebserregend.
Kennzeichnugen für Anti-Filz-Ausrüstungen sind u.a.
mit Spezialausrüstung - filzt nicht - - waschmaschinenfest durch superwash-
- nicht filzend- filzarm -

Umwelt und gesundheitsfreundlicher
- Schoeller superwash 2000 -
"Living Wool" ist eine mit Enzymen behandelte Wolle, sie lösen keine Allergien aus, wird für Socken und Strumpfhosen verwendet.
Mottenschutzmittel (chem.) bitte vermeiden.
Benutzen Sie Zedernhölzer (die immer wieder angeschliffen werden können und so neu aktiviert werden)
Lavendelduft im Kleiderschrank
(Lavendelblüten)
Bei Befall in denGefrierschrank oder
im Winter nach draußen hängen.

Leider ist dieser Bereich so umfangreich,
daß wir hier nicht auf alles eingehen können.

Weitere Ausrüstungsverfahren sind:

für Baumwolle, pflegeleichtausrüstung, bügelarmausrüstung

für Seide, das Erschweren (mit Schwermetallsalzen)

Antimikrobielle Ausrüstungen.
erkennbar an:
-sanigard- durafresh - acitfresh - hygenisch - sanitized -

Weichmacher:
(belasten das Abwasser)
Tenside, Paraffine, Wachse, Polyethylen, Polyurethan und Silikonemulsionen.

Das Naturmode nicht teuer sein muss, beweisen etliche Hersteller.